Ried

Schwanthaler-Stadt und Drehscheibe bunter Kultur

Angeblich hatte er sich während des dritten Kreuzzugs bei der Belagerung von Jerusalem hervorgetan: Dietmar der Anhanger, legendärer Gründer Rieds. Für seinen Mut wurde er mit einem Flecken Land – eben Ried – belohnt. Durch Quellen belegt ist die Geschichte nicht, doch im Zentrum Rieds prangt Dietmar bis heute als barocke Brunnenstatue am Hauptplatz. Die tatsächliche Geschichte Rieds ist ebenso spektakulär: Die ununterbrochenen Grenzstreitigkeiten zwischen Bayern und Österreich ließen die Rieder einmal zu diesem, einmal zu jenem Land gehören. Erst seit 1816 ist Ried endgültig österreichisch geworden.

Ried bezeichnet sich als Schwanthaler-Stadt, war doch hier die berühmte Bildhauerfamilie mehr als 200 Jahre lang ansässig und künstlerisch tätig. 21 Bildhauer sind aus dieser Familie hervorgegangen. Ihre Werke sind unter anderem in der Stadtpfarrkirche, im Museum Volkskundehaus und in vielen Kirchen der Umgebung zu bewundern.

Der historische Kern Rieds besitzt eine einzigartige Stadtanlage mit vier aneinandergefügten Plätzen. Von der einst mächtigen Befestigungsanlage sind noch zwei Stadttore erhalten: das Schärdinger und das Braunauer Tor.

Der Blick ins Kulturprogramm zeigt ein breites Spektrum: Schriftsteller und Kabarettisten, Barockkünstler und Jazzfreaks – der Rieder liebt’s eben bunt und abwechslungsreich.